Bildaufbau

horizontales Drittel
horizontales Drittel
vertikales Drittel
vertikales Drittel
Gebrochene Linien durch das Bild
Gebrochene Linien durch das Bild
Geschwungene Linie durch das Bild
Geschwungene Linie durch das Bild
Fluchtpunkt innerhalb des Bildes
Fluchtpunkt innerhalb des Bildes
optisches Gleichgewicht
optisches Gleichgewicht
optisches Gleichgewicht
optisches Gleichgewicht

Der goldene Schnitt (Drittelregel) / The golden ratio

Gemäß der Drittelregel wird das Bild durch 2 horizontale und 2 vertikale gedachte Linien in 3 x 3 = 9 gedachte Bereiche aufgeteilt. Das Position des Objektes sollte sich dann an den Schnittpunkten dieser Linien orientieren.

Die Positionierung von Objekten an diesen Linien soll vom Menschen “harmonischer” wahrgenommen werden…

horizontales Drittel:

entlang der oberen oder unteren horizontalen Linie sollte der “Horizont” verlaufen. Der Horizont kann bei einer Landschaftsaufnahme der echte Horizont sein, kann aber auch ein Übergang zu einem anderen Bildteil sein z.B. die Kante von einer Straße zu einer Hauswand. Oder auch wenn ein Model liegend zu sehen ist.

vertikales Drittel:

auf der linken oder rechten vertikalen Linie sollte sich das Objekt befinden. Die jeweils andere Linie bietet sich an, um z.B. ein weiteres Nebenobjekt zu platzieren, welches das sogenannte optische Gleichgewicht (s.u.) herstellt.

führende Linien / leading lines

Neben den o.g. Drittel-Linien kann es in einem Bild weitere gedachte Linien geben, die sich durch die Anordnung mehrere Objekte oder der Gestalt der Objekte ergeben.

– Horizontlinie im oberen oder unteren Drittel: (siehe Drittelregel)

Gerade Linie schräg durch das Bild:

Wenn längere Objekte von der Seite fotografiert werden, bilden sie auf dem Foto automatisch eine Flucht z.B. von unten links nach oben rechts.

Wenn ein dominantes Objekt (z.B. eine lange große Brücke) diese Linie vorgibt, wird es als angenehm empfunden, wenn sie die Nebenobjekte dieser Flucht anpassen und deren wesentliche Linien nicht kreuz und quer dazu gehen. Es sei denn dieser Effekt ist gewünscht.

– Mehrere parallele Linien durch das Bild: Wie eben, nur mit mehreren Dominanten Objekten mit gleicher Flucht.

Gebrochene Linien durch das Bild:

führende Linien können auch gebrochen werden.

Ein Bruch findet z.B. statt, wenn die Horizontlinie in ein großes Objekt mündet und die führende Linie dieses Objektes in einem Winkel zum Horizont steht.

Dies kann zum Beispiel ein schräg zum Horizont stehendes Gebäude sein, welches das gesamte rechte Drittel des Bildes einnimmt.

Geschwungene Linie durch das Bild

(z.B. S-Form, Modelpose):

Geschwungene führende Linien können z.B. bei schwingenden Gräsern, bei Tieren, bei menschlich geschaffenen Werken oder bei menschlichen Posen auftreten.

Ein Beispiel wäre ein Model vor einer geraden Horizont-Linie mit einer S-förmigen geschwungener Pose von Armen, Brust, Bauch, Po und Beinen senkrecht zum Horizont.

Fluchtpunkt / vanishing point

Als Fluchtpunkt kann der gedachte Punkt angesehen werden, in dem mehrere “führende Linien” münden.

Fluchtpunkt innerhalb des Bildes

(“Sonnenstrahl-Effekt”):

Wenn die führenden Linien in einem sichtbaren Punkt auf dem Bild zusammenlaufen, führen sie naturgemäß rund herum auf diesen Punkt. Oft liegt der Fluchtpunkt dann in der Mitte des Bildes, oder auf der rechten/linken/oberen/unteren gedachten Linie der Drittelregel (s.o.).

Fluchtpunkt ausserhalb des Bildes

(“Fecher-Effekt”):

Treffen sich die führenden Linien nicht im sichtbaren Bildbereich, sondern laufen auf einen gedachten Punkt ausserhalb des Bildes zu, so laufen diese Linien wie ein Fächer aus dem Bildrand.

optisches Gleichgewicht (Gewicht und Gegengewicht)

Wird ein Objekt eher auf einer Seite des Bildes angeordnet, kann der gegenüberliegende Bildbereich entweder frei bleiben, oder es kann ein weiteres Objekt platziert werden.

Ein optisches Un-gleichgewicht kann ein Bild unharmonisch wirken lassen. Wird auf ein Gleichgewicht verzichtet, kann das Bild auch interessanter wirken.

Ein optisches Gleichgewicht kann ein Bild harmonischer wirken lassen.

Kontraste (Objekt und Hintergrund)

Kontraste zwischen dem Objekt und dem Hintergrund können insbesondere durch Unterschiede der Helligkeit oder durch Unterschiede der Farben realisiert werden.

Hell-Dunkel-Kontraste

Meistens wird das Objekt besonders beleuchtet, sodass der Hintergrund eher dunkler ausfällt. Es kann jedoch auch das Gegenteil gewünscht sein, wenn nur der Hintegrund beleuchtet wird und das Objekt nur als “dunkler Schatten” im Vordergrund zu sehen ist.

Farben-Kontraste

Die deutlichsten Kontraste lassen sich erzielen, wenn die Hauptfarben von Objekt und Hintergrund auf dem “Farbkreis” gegenüber liegen.