Die drei Steinmetze

Drei Steinmetze werden gefragt was sie machen.

Der erste sagt: "Ich haue einen Stein".

Der zweite sagt: "Ich verdiene das Einkommen für meine Familie".

Der dritte sagt: "Ich baue einen Dom".

10 Schritte zum Businessplan

Ein Businessplan soll dem Gründer helfen, seine Vision zu realisieren, um von ihr leben zu können !

1) Zusammenfassung des Businessplans

Was will ich überhaupt machen machen? Es sollen alle wesentlichen Elemente genannt werden, aber noch nicht im Detail. Hierzu passt der Beitrag "Die 7 Ks". Wieviel Umsatz Plane ich realistisch in den nächsten Jahren? Wie hoch kann der Deckungsbeitrag abzüglich der Kosten sein?

2) Vorstellung des Gründers

Was habe ich für Qualifikationen, Motivationen und was habe ich ggf. für Mitarbeiter ? Hier geht es vor allem um die Ausstrahlung des Gründers in Bezug auf Charisma, Ansehen, Persönlichkeit, Handlungen. Man soll möglichst eine starke Persönlichkeit darstellen. Welche Handlungskompetenzen hat der Gründer : Sozial, Fachlich, Methodisch?

3) Geschäftsidee

Kundennutzen verständlich beschreiben, so dass es auch ein Laie versteht. Hierzu passt der Beitrag "Die 7 Ks". Für Kunden, Lieferanten und Bänker muss die Geschäftsidee gleichermaßen verständlich dargestellt sein. Den Stand der Technik muss ich natürlich im Vorfeld geprüft haben (z.B. bestehende Patente kontrollieren).

4) Wettbewerb im Markt

Abgrenzung vom Wettbewerb? Ich muss vorher einschätzen, wieviele Kunden und Konkurrenten es geben wird. Welchen Preis kann ich in diesem Umfeld realistisch gesehen für mein Produkt nehmen ? Outside-in Planung : Man muss die Bedürfnisse des Marktes in das Unternehmens aufnehmen. Inside-out : Es entwickeln sich im Unternehmen neue Ideen, mit neuen Vorteilen für den Kunden.

5) Werbung und Vertrieb

Marketing-Mix beachten für eine Markteinstiegsstrategie. Produkt-, Preis-, Kommuinikations- und Distributionsstrategie. Refferenzkunden nennen, sofern man schon Aufträge vor der Gründung hatte. Vertrieb ! Man muss genau wissen, auf welchem Kunden man mit der "Werbung" abzielt. Dann braucht man eine Strategie, die zu der Zielgruppe passt (z.B. Hochglanzpapier oder Recyclingpapier?).

6) Management Aktivität

Vertriebswege: Was wird wann von wem wo gekauft ? Kostenschätzung: Was kosten die ganzen Vorgänge ? Kompetenzen festlegen : Wer macht was im Unternehmen ? Organigramm erstellen. Man muss aufpassen, dass man nicht zu viel selber macht um sich nicht zu überfordern. Wer macht Rechnungswesen und Controlling ? Welche Strategie verfolge ich für mein Unternehmen und den Absatz ? 3 Wichtige unterschiedliche Strategien sind Differenzierung (gegenüber Singularisierung mit nur einem Produkt), Kostenführerschaft (z.B. Discounter) oder Schwerpunktspezialisierung (z.B. Biomarkt). Optimale Mischung : Alleinstellungsmerkmal haben und auch einen Kostenvorsprung haben.

7) Das Unternehmen

Welche Rechtsform brauche ich ? Warum gründe ich z.b. eine GmbH ? Wie bin ich versichert, wieviel Steuern zahle ich ? Welche Lebenshaltungskosten habe ich ? Welche Standortvorteile habe ich an dem Ort wo ich es Gründe ?

8) Risiken

Risiken müssen beschrieben werden. Was passiert, wenn ich mich nach 2 Wochen verletze ? Wie schütze ich mich vor Risiken und wie schütze ich ggf. meine Familie vor den Konsequenzen ?

9) Finanzplanung

Wie sieht die Finanz- und Liquiditätsplanung für die nächsten 3 Jahre realistisch geplant aus ? Erstellen einer Bilanz und einer Gewinn und Verlustrechnung. Planen von realistischen Umsatzerlösen (laufende Innenfinanzierung). Planen von Finanzierung der anfänglichen Kosten aus dem Eigenkapital oder aus Krediten (Start-Up Aussenfinanzierung) ? Woher kommt das Kapital ? Wohin soll das Geld fließen ? Goldene Finanzierungsregel : Langfristiges Vermögen mit langfristigen Krediten finanzieren und kurzfristiges Vermögen mit kurzfristigen Krediten finanzieren.

10) Anhang

Alle Zeugnisse, Patente, Marktforschungsergebnisse etc. zusammentragen. Alles anhängen was interessant ist, aber den Lesefluss des Businessplans behindern würde, wenn es in eines der obere Kapitel eingebaut wäre. Der Anhang kann sehr dick werden...

Die richtige Zeit für das richtige Business

Bereits vor langer Zeit hatten die Griechen zwei Worte für die Zeit:

Zum einen gab es die typische "Zeit", mit der jede Sekunde verrinnt und gemessen werden kann.

Dazu gibt es jedoch auch eine zweite Sichtweise von "Zeit", die sich auf die jeweilige Situation bezieht.

So kann ein Lachen zur richtigen Zeit etwas sehr Positives sein, aber ein Lachen zur falschen Zeit jemanden sehr verletzen. Ebenso ist das säen von Saatgut zur richtigen Zeit sehr erfolgversprechend, während es zur falschen Zeit gesät keinen Erfolg bringt.

Auch in der kreativen Tätigkeit gibt es diese Form der Zeit:

So hängt der erwartete Erfolg auch von den aktuellen Bedingungen der Gesellschaft und des Zeitgeistes bei der Positionierung eines neuen Produktes ab.

Ob es sich dabei um eine zurzeit angesagte Musikrichtung handelt, oder ein Video in dem ein zu dieser Zeit aktuelles Thema behandelt wird, oder ob ein gewisses Motiv der Fotografie in einer bestimmten Zeit den Nerv trifft...

Die schönste kreative Komposition oder Produktion wird zu keinem großen Erfolg führen, wenn sie zum falschen Zeitpunkt vorgestellt wird.

Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel!

Anstand, Ehrlichkeit und Höflichkeit statt Selbstbewusstsein, Spaß und Selbstverwirklichung

Die "Hierarchie" der wichtigsten "Eigenschaften eines Menschen" in der Gesellschaft haben sich in den letzten 30 Jahre verändert. Während es vor 30 Jahren vor allem darum ging, Spaß im Leben zu haben, selbstbewusst zu sein und "sich" zu verwirklichen, so steht heutzutage Derjenige als angesehen dar, der "gegenüber seinen Mitmenschen" ehrlich, höflich und anständig ist.

Wurden vor 30 jahren also vor allem auf sich selbst bezogene Eigenschaften als positiv wahrgenommen, so sind es heutzutage die Eigenschaften im Umgang mit der Gesellschaft und seinem Umfeld.

Bezogen auf das Internet - und insbesondere die sozialen Netzwerke - wurden in letzter Zeit die Berichte häufiger, in denen Leute als störend dargestellt wurden, die in entsprechenden Diskussionen oder Kommentaren selbstdarstellerische, beleidigende oder un-soziale Dinge verbreitet haben.

Es ist insbesondere in der "virtuellen Welt" darauf zu achten, die Eigenschaften Ehrlichkeit und Höflichkeit zu wahren, da sämtliche geschriebenen und verbreiteten Aussagen theoretisch "zeitlich unbegrenzt" nachvollzogen werden können und man sich daher schnell einen "schlechten Ruf" arbeiten kann.

Als freier Künstler beziehungsweise Freelancer sollte sich die Kundenansprache nicht auf den kreativen und "sich selbst verwirklichenden Künstler" beziehen, sondern die Eigenschaften der Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Höflichkeit in den Vordergrund stellen.

Von den Bedürfnissen der Kunden im Startup Meeting

Gastgeber

Nach langer Zeit kommen alte Freunde zu Besuch zum Frühstück.

Dann möchte der Gastgeber alles perfekt vorbereiten und geht früh morgens zum Bäcker, besorgt Brötchen, Eier und Kaffee. Dann bereitet er zuhause alles sorgsam vor.

Plötzlich kommt der Besuch ein paar Minuten zu früh ... und nimmt auf dem Sofa Platz. Doch der Gastgeber findet kaum zeit für seine Gäste, denn er muss sich noch um die Eier auf dem Herd kümmern. Auch danach während des Gesprächs kommen ihm immer wieder neue Ideen, wie er seine Gäste perfekt bewirten könnte. Zum Beispiel mit einem Glas Sekt, wofür er dann schon wieder aufsteht. Oder mit einem Orangensaft, für den er auch wieder in die Küche und zurück rennt.

Doch dann sagt einer der Gäste, dass sich der Gastgeber doch lieber mal in Ruhe zu den Gästen setzen soll. Denn die Gäste sind nicht gekommen um perfekt bewirtet zu werden, sondern um mit dem Gastgeber nach langer Zeit in aller Ruhe zu sprechen.

Kundengespräch

So ähnlich verhält es sich oft auch bei Kundengesprächen.

Insbesondere wenn es um ein erstes Meeting geht. Dann versucht man als Gastgeber alles perfekt vorzubereiten, äußerlich wie auch inhaltlich.

Jedoch bedenkt man nicht, dass das erste Gespräch vor allem dazu dient, die Wünsche und Bedürfnisse des Kunden in Ruhe zu erfahren. Und nicht darum, alle möglichen eigenen Fähigkeiten zu zeigen, von denen den Kunden im Zweifel gar keine interessieren.

Ähnlich wie bei dem Gastgeber im obigen Beispiel, kann es also auch gut sein, seinem Kunden einfach mal in Ruhe zuzuhören.

Dauerlauf: Ausdauer im Business

Die Fähigkeit einem Ziel ausdauernd hinterher zu laufen und seine Ziele über lange Zeit zu verfolgen, brachte dem frühen Menschen unter anderem den nachhaltigen Erfolg.

Auch in anderen Bereichen kann dieses Prinzip von Vorteil sein. Es kommt nicht immer darauf an, sofort das perfekte Programm zu programmieren, herausragende 3D Objekte zu modellieren oder auf Anhieb das perfekte, geniale Foto zu erschaffen.

Oft führt nur die stetige und ausdauernde Verbesserung im jeweiligen Bereich zu einem nachhaltigen Erfolg.

Marketing: Formate übernehmen oder selbst entwickeln?

In Bezug auf Medien sind die Menschen gewohnt, in "Formaten" zu denken.

Ein Format ist dabei zum Beispiel eine Sendung, die in der Grundstruktur immer demselben Muster entspricht, jedoch bei jeder Folge individuelle Inhalte im Rahmen dieses Musters präsentiert.

Ein klassisches Beispiel für ein erfolgreiches Format war die Sendung "Wetten dass" bei dem der Rahmen vorgegeben und über Jahrzehnte gleich geblieben ist. Jedoch wurden immer neue und spannende Wetten präsentiert.

Aber auch andere Beispiele gibt es, bei denen man erst mal nicht an ein "Format" denkt:

So ist auch ein "Konzert" ein bestimmtes Format. Und zwar ein Format, bei dem mit einem individuellen Bühnenbild und individuellen Liedern eine Auswahl von Liedern eines Künstlers oder einer Band präsentiert wird.

Im Bereich der Fotografie gibt es zum Beispiel das Format der "Sedcard" für Models, oder das Format "Portfolio" für Fotografen, welches sich im Prinzip immer wiederholt, jedoch mit den individuellen Inhalten des Fotografen gefüllt wird. Entsprechend oft wählen Fotografen auf ihren Webseiten diese Stichworte (Formate) oft als Menüpunkt.

Durch Formate werden also die individuellen Werke verschiedener Produzenten und Künstler in einem vergleichbaren - und für den Betrachter schnell zu erfassenden Rahmen - präsentiert, in dem sich der Betrachter schnell zurechtfinden kann.

Aus Sicht eines Künstlers oder Produzenten kann es daher von Vorteil sein, wenn er seine Arbeit im Rahmen eines bekannten Formates präsentiert.

Die Alternative dazu wäre, ein eigenes neues Format zu entwickeln und am Markt zu etablieren, beziehungsweise Leute zu gewinnen, die dieses neuartige Konzept mögen. Dies kann sogar ein Alleinstellungsmerkmal eines Künstlers sein.

Dazu ist in der Regel jedoch ein langer Atem und eine ausdauernde Marktbearbeitung notwendig, die in der ersten Zeit vergleichsweise weniger Resonanz hervorrufen wird.

Auf Dauer jedoch deutlich erfolgreicher werden kann!